Presseinformation
Berlin, 9. Juni 2004

Streit um Spiegel zur Reduzierung des "Toten Winkel" ist nicht sinnvoll

Zur Diskussion um die Einführung von Zusatzspiegeln zur Reduzierung des toten Winkel bei LKW erklärt Franziska Eichstädt-Bohlig, zuständiges Mitglied im Verkehrsausschuss:

„Ich halte den Streit um einen bestimmten Spiegel zur Reduzierung des toten Winkels für nicht sinnvoll. Kriterium für die Änderung in der Straßenverkehrs-Zulassungsverordnung (StVZO) sind festgelegte Sichtbereiche, die denen der niederländischen und der EU-Verordnung entsprechen. Werden diese Werte erfüllt, wird zertifiziert. Bestimmte Spiegelsysteme werden damit nicht festgeschrieben. Alternativ können auch Kamera-Monitor-Systeme eingesetzt werden.

Auch angesichts des tragischen Unfalls eines elfjährigen Mädchens am Montag in Reinickendorf erwarte ich, dass jetzt schnellst möglich die vereinbarten Punkte umgesetzt werden:

-        Vorziehen der EU-Verordnung auf spätestens 1.1.2005

-        Nachrüstung aller Nutzfahrzeuge im Bestand (Altfahrzeuge) und Neufahrzeuge ab 3,5t

Wir erwarten auch, dass Deutschland und die Niederlande die Ausweitung der EU-Verordnung auf Neu- und Altfahrzeuge ab 3,5 t zum Gegenstand einer EU-Initiative machen werden.

Ich warne aber auch davor zu glauben, dass die neuen Spiegel eine Garantie gegen Unfälle geben. Weiterhin bleibt die Aufklärung und Achtsamkeit zur Vermeidung von tragischen Unfällen durch abbiegende LKW Aufgabe aller Verkehrssicherheitskampagnen.“


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